Vollautomatische Möbelproduktionslinie für Vorzeigefabrik
Für VESTREs visionäres Projekt „THE PLUS“ entwickelte WEINIG eine durchgängig vernetzte Fertigungslösung. Individuelle Anpassungen – wie der Mehrteilemodus mit bis zu acht parallel bearbeiteten Werkstücken – steigern die Effizienz erheblich und sorgen zugleich für ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld.
VESTRE ist ein norwegisches Familienunternehmen, das seit 1947 Möbel für Außenflächen herstellt. Die Möbel, die weltweit in Parks oder an öffentlichen Plätzen aufgestellt werden, werden aus Stahl- und Holzmaterialien hergestellt, wobei der Schwerpunkt auf Design, Funktion und Qualität liegt. 2022 baute das Unternehmen ein neues Gebäude in Magnor (Norwegen). Unter dem Projekttitel „THE PLUS“ ist hier ein Gebäude entstanden, was seinesgleichen sucht. Denn bereits bei der Planung ging es von Anfang an schlicht und ergreifend darum, „die umweltfreundlichste Möbelfabrik auf der Welt zu bauen“. Zudem ist auch die Form etwas Besonderes, den „THE PLUS“ sieht von oben tatsächlich wie ein Plus aus. In jedem der vier Arme befindet sich dabei ein Prozessschritt der Fertigung.
Insgesamt wurden von WEINIG alle fünf Produktionsabschnitte in einem der Arme ausgeführt (in Klammern die Neubenennung der Maschinen seit der LIGNA 2025):
- Powermat 700 (heute: SOLID PROFILE P 700) für die 4-seitige Kalibrierung der Werkstücke
- Easy Scan Smart (heute: SOLID SCAN S), der Defekte auf vier Seiten erkennt und die Ergebnisse automatisch an die nachfolgende Säge ermittelt
- OptiCut 260 (früher: SOLID CUT TF 2600), die die Werkstücke auf Basis der Scanner-Ergebnisse optimiert bzw. schneidet
- Intelligentes Vakuum / Roboter Puffersystem, welches die halbfertigen Produkte auf dem Boden zwischenlagern kann
- Conturex Vario L (heute: SOLID CNC CR 600 V) mit einem 4 Teile Ablauf
Im Rahmen des VESTRE Projekts konnte durch den Einsatz des Mehrteilemodus die Produktivität deutlich gesteigert werden. Dabei werden auf einer Tischseite bis zu vier Werkstücke hintereinander bearbeitet – insgesamt können so bis zu acht Teile gleichzeitig in der Maschine verarbeitet werden. Diese Optimierung reduziert Nebenzeiten erheblich und ermöglicht einen deutlich höheren Teiledurchsatz. Je nach Kundenartikel wird eine Spitzenleistung von bis zu 3,6 Teilen / Minute auf einer CR 600 V erzielt.
Bildrechte: Nicolas Tourrenc




